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Fotos von der Finisage mit John Mayall im Porgy&Bess am 28. 2. 2017

Bakos Tamás

Bakos Tamás, geboren 1976 in Nagykörös/Ungarn.

Volks- und Mittelschule, Kellnerlehre, Autodidakt.

Zwischen 2000 und 2013 obdachlos in Budapest. Lebt nach schwerer Projektilverletzung in Nagykörös und Wien.

2014 erste Ausstellung in Wien (Galerie Benedict/Herz von Afrika), seither erste Bilder in privaten, firmeneigenen und öffentlichen Sammlungen.

7.11. bis 23.12.2016: Ausstellung im Bezirksgericht Meidling.

2017: Ausstellungen geplant in Hamburg, Bratislava und Budapest.


wespennest 172

be-, ent-, ver- fremden

Preis: EUR 12.00; 

erschienen am 08.05.2017

 

Weit entfernt scheinen die Zeiten, als die Kritik an falschen Lebens-, Arbeits- und Liebesverhältnissen noch auf das Adjektiv „entfremdet“ hörte. Wer „Entfremdung“ sagt, postuliere ein „wahres Selbst“, argumentiere dogmatisch, anthropologisch, essentialisierend, so lautet der gängige Einwand: Kein Kriterium erlaube, zwischen echt und unecht, fremd und eigen genau zu unterscheiden. So verschwand der Kampfbegriff der 1960er-Jahre aus dem Arsenal der politischen Sprache. Das Unbehagen an Lebens-, Arbeits- und Liebesverhältnissen aber ist geblieben, es äußert sich heute in Debatten über Neoliberalismus, Finanzkapital, Burnout und Glückserforschung.

Vielleicht lässt sich ja doch etwas vom alten Potenzial des „fremden“ retten. Die Autorinnen und Autoren des Schwerpunkts befassen sich mit den Grundlagen von Kritik und den Formen von Weltaneignung ebenso wie mit dem Leben in der Fremde, mit Erkenntnisstrategien im Theater und mit verwirrten Postbeamten.

Jenseits des Schwerpunkts erinnert Alice Grünfelder an den zivilen Ungehorsam der Deutschen bei der Stationierung der Pershing II, Carsten Jensen nähert sich der Frage nach Gewalt in seiner Reportage aus Afghanistan u.v.m..

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